Achtsame Berührung erleben
Warum sollten wir mehr Kuscheln?
Der Tastsinn, quasi unser körpereigener Sensor für Berührung, ist der erste Sinn, der sich bei uns Menschen entwickelt. Das allein könnte schon als Indiz gesehen werden, wie wichtig er für uns ist. Ohne Berührung kann sich ein Neugeborenes nicht entwickeln. Auch dass Kinder Nähe und Geborgenheit brauchen, ist heute weitläufig bewusst.
Weniger im allgemeinen Bewusstsein präsent sind die Auswirkungen von Berührungsmangel auf Erwachsene. Die positive Wirkung von erwünschten, liebevollen Berührungen endet aber natürlich nicht mit der Kindheit. Achtsame Berührungen können unser Nervensystem regulieren, unser Imunsystem stärken, uns auf vielfältige Art stabilisieren.
Doch in unserem Alltag fehlt oft der Raum für diese Art körperlicher Nähe. Kuschelabende bieten dir genau diesen Raum.
Sehnsucht nach Berührung
Kuscheln mit Fremden, wie kann das gehen?
An den Kuschelabenden geht es um das absichtslose Berühren und Berührtwerden, ohne feste Vorstellungen oder daran geknüpfte Erwartungen. Sie sind eine Einladung neugierig und offen zu sein, unabhängig von früheren Erfahrungen.
Wir schaffen einen geschützten Rahmen, in dem du in deinem Tempo und achtsam mit dir selbst und anderen in Kontakt kommen kannst
Du schulst die Wahrnehmung deiner Bedürfnisse und Grenzen und übst diese zu kommunizieren.
So wird es möglich zu entspannen und Nähe zu tanken.
Was dich bei den Kuschelabenden erwartet
Unsere Kuschelabende sind eine Einladung, achtsame Berührung neu zu entdecken – ohne Erwartungen und ohne Druck.
Es geht um absichtsloses Berühren und Berührtwerden, um Wohlwollen, Vertrauen und Respekt.
Jeder Abend ist einzigartig – geprägt von Achtsamkeit, Offenheit und dem Moment.
Was wir ermöglichen:
- Entspannung und Geborgenheit erleben
- Dem Körper und der Seele etwas Gutes tun
- Nähe ohne sexuelle Absicht
- Wertfreie Begegnungen in einem geschützten Raum
- Angenommen und gehalten werden
- Zeit nur für dich
- Kuscheln in liebe- und vertrauensvoller Atmosphäre
- Behutsame Anleitung für alle Teilnehmer:innen
Dein erster Kuschelabend
Wir wissen, dass viele Menschen vor ihrem ersten Kuschelabend unsicher sind – das ist völlig normal.
Oft helfen schon ein paar Antworten vorab, um dich wohler zu fühlen.
Wenn du Fragen, Sorgen oder Bedenken hast, melde dich gerne bei uns.
Wir beantworten vieles unkompliziert per E-Mail und nehmen uns auch gerne Zeit für ein persönliches Telefonat.
So können wir uns bereits kennenlernen und dein Einstieg wird leichter.
Häufige Fragen & Antworten (FAQ)
Passe ich vom Alter überhaupt in die Runde?
An unseren Kuschelabenden haben nach meiner Schätzung (wir fragen das Alter nicht ab) schon Menschen von Anfang Zwanzig bis Ende Siebzig teilgenommen. Da es bei Kuschelabenden nicht um erotische/sexuelle Begegnungen geht, spielt das Alter meist gar keine große Rolle.
Gibt es eine feste Gruppe von Teilnehmer*innen, zu der ich dann neu dazu kommen würde?
In der Regel sind an jedem Kuschelabend genauso Menschen dabei, die schon öfter und vielleicht sogar regelmäßig teigenommen haben, wie Menschen, die erst wenige Male oder zum ersten Mal dabei sind. Neue Teilnehmer*innen werden immer offen und freundlich aufgenommen.
Was ist, wenn ich etwas nicht mitmachen möchte?
Eine der wichtigsten Regeln am Kuschelabend ist, dass jede Person nur das mitmacht, was für sie stimmig ist.
Kann ich auch früher gehen, wenn es für mich nicht passt?
Alle sind dazu aufgerufen gut für sich zu sorgen, du kannst jederzeit eine Pause machen oder gehen.
Ich kann mir den vollen Preis nicht leisten.
Zahle einfach den reduzierten Preis, du brauchst dich dafür nicht rechtfertigen.
Ich komme von weiter her und brauche einen Übernachtungsplatz.
Du kannst im Kursraum für 5€ übernachten. Dieses Angebot wird fast an jedem Kuschelabend von mindestens einer Person genutzt.
Ich habe gelesen, dass ihr auch tanzt an dem Abend, ich kann/mag nicht tanzen.
Tanz ist alles das, was dein Körper macht, wenn Musik läuft und du dich von ihr leiten lässt. Das kann sehr unterschiedlich aussehen. Springen und Hüpfen durch den Raum, Schütteln, Drehen, mit dem kleinen Zeh wackeln oder ruhig da stehen und darauf lauschen, wie es vielleicht innerlich im Rhythmus zuckt. Und wenn du nur mit einer Tasse Tee am Rand sitzt und bei dir selbst ankommst, ist das genauso richtig.
Ich bin neurodivergent (z.B. hochsensibel, ADHS, Autismus, Tourette...) und habe mit Gruppen manchmal Probleme.
Gib dem Kuschelabend gerne eine Chance. Er ist in vielen Punkten nicht wie andere Veranstaltungen und soll für unterschiedlichste Bedürfnisse ein Saferspace sein. Sprich/schreib uns an, wenn du in speziellen Bereichen Schwierigkeiten hast und teile uns mit was du brauchst.